Nils Koenning ist ein in Berlin lebender Fotograf, der sich auf die Dokumentation von Architektur und gebauter Umwelt spezialisiert hat.
Seine Arbeit beschäftigt sich mit Fragen von Ort, Identität und Zugehörigkeit und erforscht formale Aspekte von Architektur und Alltagsumgebungen gleichermaßen.
Er folgt oft einem kontextbezogenen Erzählansatz und fängt dabei nicht nur die Form, sondern auch Atmosphäre, Emotionen und das Gefühl für einen Ort ein, indem er das Zusammenspiel von Raum, Kontext und Menschen dokumentiert.

Nils’ visuelle Dokumentationen in Form von Fotos und Videos werden regelmäßig veröffentlicht und ausgestellt und ist fester Bestandteil des zeitgenössischen Dialogs in der Architekturszene.

Hintergrund

Geboren im Herzen des postindustriellen Deutschlands, wuchs Nils im Wandel der ehemaligen Kohle- und Stahlindustrie auf. Seine Ausbildung war stark auf bildende und darstellende Kunst ausgerichtet, was in ihm eine tiefe Neugierde für seine Umgebung weckte. Ein Jahrzehnt der Familienmigration nach Australien bestärkte sein wachsendes Interesse an Wandel und der Verbindung von Ort und Erinnerung, Realität und Imagination.

Nils versteht die gebaute Umwelt im Allgemeinen als natürliches Instrument sozialer und kultureller Untersuchung und als Impulsgeber für Wandel. Seine Sichtweise ändert sich je nach Arbeitsweise – nahbar, taktil und sanft zum Alltäglichen und Fantasievollen, ehrlich, hart und manchmal surreal im Blick der formaleren Perspektive.

Arbeiten

2025 – Randgefühle, Bild- und Videoinstallation um das Gefühl des „Dazwischen seins“ in einem Berliner Stadtgebiet.
2020 – BO50, Auftragsarbeit zum 50 jährigen Jubiläum der Hochschule Bochum
2020 – Berge und Täler, laufendes Projekt.
2019 – Haus der Statistik, Berlin. Laufende Langzeitdokumentation des Haus der Statistik in Berlin und seines Transformationsprozesses.
2019 – RMX – Auftragsarbeit zur Dokumentation des Recyclingprozesses von Baumaterialien.
2016 – Souvenir, Arbeit über Verlust, Erinnerung und Zugehörigkeit.
2015 – MRKTSQ, Auftragsarbeit über eine stillgelegte Struktur.
2014 – Common Realities, Kombination von Arbeiten, die Realitäten in der Wahrnehmung und Kommunikation von Architektur und gebauter Umwelt untersuchen.
2013 – Familiar Disappearance, fortlaufende Werkreihe über den Verlust persönlicher Bindung an Orte sowie über Veränderung und Erinnerungsverlust, Deutschland.
2012 – El más feliz, Porträts salvadorianischer Menschen, El Salvador, Zentralamerika.
2012 – Black Sands, persönliche Sicht auf El Salvador in Zentralamerika.
2011 – Slow mornings, Hommage an einen temporären Zufluchtsort, Melbourne, Australien.
2009 – Austraphobia, fortlaufende Werkreihe, die australische Werte durch Fragen von Ort und Identität untersucht, Australien.
2008/09 – Monsters, Projekt über den drastischen Rückgang einheimischer australischer Buschlandschaften, Queensland, Australien.
2007/08 – Schlussverkauf, fotografischer Essay über die Auswirkungen eines zentralisierten Mega-Shoppingcenters auf den kleinteiligen städtischen Einzelhandel, Essen, Deutschland.
2007/08 – Urban Nomads no.1.08, redaktionelle Arbeit in Bild und Text, Bochum, Deutschland.

Auszeichnungen und Nominierungen

2014 – Australia Council for the Arts – Market Development Grant, Melbourne, Australien
2013 – Sydney Myer Creative Fellowship – Nominierung, vorgeschlagen von Prof. Philip James Goad, The University of Melbourne
2008 – Förderstipendium, Fachhochschule Bochum, Deutschland
2007 – Förderstipendium, Fachhochschule Bochum, Deutschland

Einzelausstellung

2025 – Randgefühle im Schaufenter B-L in Berlin, DEutschland
2019 – RMX im Remex Headquarter in Essen, Deutschland
2015 – MRKTSQ imlol TAUT Space, Melbourne, Australien

Gruppenausstellungen

2023 – Haus der Statistik als Teil der Raumlabor-Ausstellung im Arsenale, Architekturbiennale Venedig, Italien.
2019 – Haus der Statistik im Rahmen der Tallinner Architekturbiennale
2014 – Common Realities als Teil der Ausstellung Time Space Existence auf der 14. Architekturbiennale in Venedig, Italien
2010 – Monsters als Teil von GreenVoice, Maison des Associations, in Zusammenarbeit mit ICV, Genf, Schweiz
2007/2008 – Urban Nomads, Fachhochschule Bochum, Deutschland

Permanente Sammlung

2019- RMX im Remex Headquarter in Essen, Deutschland
2015 – Common Realities, Teil der Privatsammlung im Lyon Housemuseum, Melbourne, Australien

Publikationen

2016/2017 – Souvenir, selbstveröffentlichtes Buch mit Bildern einer Werkreihe über Verlust, Erinnerung und Zugehörigkeit.
2012–2017 – Various, fortlaufende Veröffentlichungen von Architekturprojekten in verschiedenen Online- und Printmedien –
Archdaily, Dezeen, Baunetz, Architecture Australia, Artichoke, C3, uncube.
2014 – Untitled, BaunetzWoche #377, Baunetz, Deutschland. Ausgewählte Bilder aus der fortlaufenden Werkreihe Austraphobia.
2013 – Untitled, Freerange vol.6, Freerange Press, Neuseeland. Ausgewählte Bilder aus der fortlaufenden Werkreihe Austraphobia.
2008/2009 – Urban Nomads no.1.08, Magazin für Stadtkultur.

Ausbildung

2007–2008 – Master in Architektur (mit Auszeichnung) an der Fachhochschule Bochum, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Schwerpunkt: Beitrag der Fotografie als Form visueller Kommunikation zur Erforschung und zum Verständnis soziokultureller Zusammenhänge für ein breites Publikum.
2001–2007 – Diplom (mit Auszeichnung) in Architektur an der Fachhochschule Bochum, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
1986–1999 – Rudolf-Steiner-Schule Bochum-Langendreer.

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